Genussvoll und gleichzeitig klimafreundlich, geht das
Das Uniklinikum Freiburg zeigte am 03. Juni zum Klimaretter-Tag in einer Aktion auf, wie wir uns genussvoll und gleichzeitig klimafreundlich ernähren können.
Zum dritten Mal erstellt das Verpflegungsteam des Klinikums einen Klimateller, welcher auf dem Speiseplan für Mitarbeitende und Patient*innen steht. Diesmal stand ein Spargelpilzragout mit Vollkornspaghetti auf dem Speiseplan.
Das Gericht punktet hinsichtlich Umwelt und Gesundheit:
• Bei der Gesundheitsbewertung erhält das Gericht 112 % Nutri-RECIPE-Punkte, was einem A-Label entspricht (Skala von A-E)
• Beim Klimafußabdruck entstehen pro Portion 687 g CO2¬e, was einem B-Label entspricht und stets innerhalb der planetaren Grenzen liegt.
Einteilung der Lebensmittel anhand ihrer Umweltbelastung durch den FOODPRiNT4U:
• A & B: Diese Produkte bewegen sich innerhalb der planetaren Grenzen und können bedenkenlos eingesetzt werden.
• C: Überschreiten die Grenzwerte ein- bis zweifach und sollten nur in moderaten Mengen verwendet werden.
• D: Dreifache bis vierfache Überschreitung der planetaren Grenzwerte – diese Produkte sind kritisch und sollten stark reduziert werden.
• E: Mehr als vierfache Überschreitung – aus Umweltsicht äußerst bedenklich und daher möglichst zu vermeiden.
Doch warum beteiligt sich das Uniklinikum Freiburg überhaupt an dem Aktionstag?
Veranstaltet wird der Tag zum siebten Mal von der Stiftung Viamedica, die sich mit dem Projekt „Klimaretter – Lebensretter“ für mehr Nachhaltigkeit im Gesundheitssystem einsetzen. Das Uniklinikum beteiligt sich am Projekt tatkräftig und legt den Fokus auf die Verpflegung.
Denn hierin liegt für Krankhäuser eine große Stellschraube für eine bessere Klimabilanz.
Ganze 17 % der Treibhausgasemissionen eines Krankenhauses fallen auf die Verpflegung zurück. Neben der Treibhausgasemissionen hat die Landwirtschaft weitere Einflüsse auf unsere Umwelt und Klima, beispielsweise durch die Nutzung von Ackerflächen und Trinkwasser sowie der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln.
Der Weg vom Feld zum Teller ist lang und für Konsument*innen nicht besonders transparent. Hinzukommt, dass im Krankenhaus die Menschen meist andere Sorgen haben, als das Klima zu retten. Was also tun, um die Wahl einer klimafreundlichen und gesunden Ernährung im Krankenhaus zu fördern?
1. Mahlzeiten hinsichtlich Klima- und Gesundheitsbilanz unter die Lupe nehmen.
2. Genau diese Mahlzeiten für Patient*innen auf Speiseplänen durch Label kenntlich machen und somit eine nachhaltigere und gesündere Wahl anstupsen.
Diese Schritte sind das Uniklinikum Freiburg mithilfe unseres FOODPRiNT4U gegangen und hat zum Aktionstag ihren Klimateller erneut bilanzieren lassen.
Mit dem Klimateller wird im Uniklinikum Freiburg somit eine nachhaltigere Wahl ermöglicht.


